Zum Inhalt springen
K&K Klimatechnik
0173 3463604 0

Klimatechnik für Krankenhäuser und Kliniken

Förderung: Für Anlagen mit R290 zahlt die BAFA-Kälte-Klima-Richtlinie einen Festbetrag, Antrag nur noch bis 31.12.2026. Details

Von der Verwaltung bis zum OP: Wir kühlen Stationen, Patientenzimmer mit Hygiene-Umluftkühlgeräten, Technik- und Serverräume in ganz Bayern und liefern die Kälte für Ihre Lüftungsanlagen. OP-Lüftung, Reinräume und hygienische Abnahmen nach DIN 1946-4 setzen wir gemeinsam mit spezialisierten Partnern um.

Alle Klinikbereiche: Normen und unser Leistungsumfang

Eine Klinik hat sehr unterschiedliche Räume mit eigenen Normen. Diese Übersicht zeigt je Bereich, was gefordert ist und was wir selbst oder mit spezialisierten Partnern liefern.

BereichAnforderungen und NormenUnser Leistungsumfang
OP-Säle (Raumklasse Ia und Ib)Zentrale Lüftungsanlage nach DIN 1946-4 mit drei Filterstufen und Schwebstofffiltern (H13), mindestens 1.200 m³/h Außenluft je OP, Überdruck. Bei Ia ein Zuluftfeld mit Schutzbereich über dem OP-Tisch. Hygienische Abnahme durch ein unabhängiges Prüfinstitut. Klimageräte im Raum sind hier keine Lösung.Kälteerzeugung für die Lüftungsanlage (z. B. Kaltwassersatz, Rückkühlung), projektbezogen und herstellerneutral nach Ausschreibung. Lüftungsanlage, Planung und Abnahme durch spezialisierte Partner: Fachplaner, Lüftungsanlagenbauer mit Klinikerfahrung und Prüfinstitut.
EingriffsräumeLaut KRINKO keine Lüftungsanlage zwingend. Wird eine eingebaut, gilt mindestens Raumklasse II (zwei Filterstufen, ISO ePM1 ≥ 50 % und ≥ 80 %). Hybrid-OP mindestens Raumklasse Ib.Kühlung mit Hygiene-Umluftkühlgeräten mit zweistufiger Filterung, nach Freigabe durch Ihre Krankenhaushygiene. Lüftungsanlage bei Bedarf über Partner.
Intensivstation und Intermediate CareRaumklasse II, Lüftungskonzept durch die Fachplanung, Zimmer meist leicht im Unterdruck.Zusatzkühlung mit Hygiene-Umluftkühlgeräten nach Hygienefreigabe, Kälteversorgung für die Lüftungsanlage. Lüftungsanlage über Partner.
Isolierzimmer (Über- und Unterdruck)Raumklasse II mit Schwebstofffiltern (H13) und definiertem Über- oder Unterdruck, Schleuse, keine Fensterlüftung. Den Druck hält nur eine Lüftungsanlage.Keine Klimageräte im Isolierzimmer. Kälteversorgung für die Lüftungsanlage und Kühlung der Nebenräume. Lüftung, Druckregelung und Prüfung über Partner.
Aufbereitung von Medizinprodukten (AEMP)Raumklasse II nach DIN 1946-4 und KRINKO/BfArM, Packbereich im Überdruck, jährliche Prüfung der Druckverhältnisse. Lüftungsanlage für Wärme und Feuchte aus Reinigungsgeräten und Sterilisatoren.Zusatzkühlung für Packbereich und Sterilgutlager mit Hygiene-Umluftkühlgeräten nach Hygienefreigabe, Kälteversorgung der Lüftungsanlage. Lüftungsanlage und Messungen über Partner.
Reinräume und Apotheke (Sterilherstellung)Reinraumklassen nach DIN EN ISO 14644 und EU-GMP-Leitfaden Anhang 1, Apothekenbetriebsordnung § 35, Druckstufen zwischen den Räumen, Qualifizierung und laufendes Monitoring.Kälteerzeugung und Kühlung der Technikzentrale. Reinraumbau und GMP-Qualifizierung ausschließlich durch spezialisierte Partner.
LaboreLüftung nach DIN 1946-7 und TRGS 526, Abzüge nach DIN EN 14175, bei biologischen Arbeitsstoffen Schutzstufen nach TRBA 100.Kühlung von Geräte- und Kühlräumen, Präzisionsklima für Analysegeräte, Kälteversorgung. Laborlüftung über Partner.
Patientenzimmer auf NormalstationenRaumklasse II. Umluftkühlgeräte sind nach DIN 1946-4 erlaubt, in Patientenzimmern aber mit zwei Filterstufen (ePM1 ≥ 50 % und ≥ 80 %), hygienegerechter Bauweise nach VDI 6022 und Freigabe durch die Krankenhaushygiene.Hygiene-Umluftkühlgeräte (Deckengerät oder Kassette), angeschlossen an VRF oder Kaltwasser. Montage durch unsere Partner-Fachbetriebe, Wartung mit Hygienedokumentation.
Stationsstützpunkte, Arztzimmer, VerwaltungArbeitsplätze nach ASR A3.5Wandgerät, Kassette oder Kanalgerät
Aufenthaltsräume, Cafeteria, WartebereicheViele Menschen, wechselnde BelegungKassetten, Kanalgeräte oder VRF
Server-, Technik- und ElektroräumeDauerbetrieb und AusfallsicherheitRedundante Kühlung, siehe Serverräume

Für Klinikbereiche beschaffen wir Geräte und Anlagen projektbezogen bei Herstellern und im Fachgroßhandel, auch wenn sie nicht in unserem Shop stehen. Die Abgrenzung legen Ihre Fachplanung und Ihre Krankenhaushygiene fest. Lüftungsanlagen, Reinräume und hygienische Abnahmen übernehmen spezialisierte Partnerfirmen mit eigener Klinikerfahrung. Stand der Normen: 25.10.2026.

Die genaue Abgrenzung legen Ihre Fachplanung und Ihre Krankenhaushygiene fest. Wir arbeiten auf Wunsch zu und liefern alle Gerätedaten.

Was regelt die DIN 1946-4, und was heißt das für Sie?

Die DIN 1946-4 beschreibt die Raumlufttechnik in Gebäuden und Räumen des Gesundheitswesens. Sie teilt Räume nach ihren hygienischen Anforderungen ein und legt fest, wie Luft gefiltert, geführt und geprüft wird. Solche Anlagen versorgen Räume mit aufbereiteter Außenluft und halten definierte Luftströmungen ein.

Eine Split-Klimaanlage arbeitet anders. Sie ist ein Umluftgerät. Sie kühlt die Luft im Raum, bringt aber keine Außenluft herein und ersetzt keine Lüftungsanlage. Deshalb gehört sie nicht in Bereiche, für die eine raumlufttechnische Anlage vorgeschrieben ist.

Für Normalstationen, Büros und Aufenthaltsräume ist sie dagegen oft die schnellste und wirtschaftlichste Lösung. Das gilt besonders in Bestandsgebäuden, in denen sich eine zentrale Lüftungsanlage kaum nachrüsten lässt.

Hygiene im Betrieb

Für die Hygiene raumlufttechnischer Anlagen und Geräte setzt die Richtlinienreihe VDI 6022 den Maßstab. Bei Split-Geräten heißt das in der Praxis: Filter, Wärmetauscher und Kondensatwanne werden in festen Intervallen gereinigt, und jeder Termin wird dokumentiert. Die Intervalle stimmen wir mit Ihrem Hygienefachpersonal ab.

Arbeitsschutz für Ihr Personal

Für Ärzte, Pflegekräfte und Verwaltung gilt die ASR A3.5. Liegt die Außentemperatur über 26 °C und wird es auch im Raum wärmer, sollen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden. Ab 30 °C sind wirksame Maßnahmen Pflicht, über 35 °C ist ein Raum ohne besondere Schutzmaßnahmen nicht als Arbeitsraum geeignet.

Patientenzimmer kühlen: worauf es ankommt

Patienten liegen viele Stunden im selben Raum, oft geschwächt. Deshalb zählen hier andere Dinge als im Büro.

Wandklimagerät für Arztzimmer und Verwaltung
  • Leiser Nachtbetrieb, damit die Nachtruhe nicht gestört wird
  • Luftführung, die nicht direkt auf das Bett zielt
  • Glatte, gut zu reinigende Oberflächen und Filter, die sich ohne Werkzeug entnehmen lassen
  • Sichere Kondensatableitung, bei Bedarf mit Pumpe, damit nichts tropft
  • Begrenzte Sollwerte und zentrale Steuerung, auf Wunsch mit Anbindung an die Gebäudeleittechnik
  • Geräteauswahl erst nach Rücksprache mit Ihrer Krankenhaushygiene
  • Bei Geräten mit R290 die Prüfung, ob Füllmenge und Raumgröße zur Gerätenorm passen

Wie montieren wir im laufenden Klinikbetrieb?

Ein Krankenhaus schließt nicht für Bauarbeiten. Deshalb planen wir in kleinen Abschnitten und halten uns an Ihre Regeln für Baumaßnahmen.

Wir arbeiten Station für Station. Vor jedem Abschnitt stimmen wir Zeiten mit Stationsleitung und Betriebstechnik ab, zum Beispiel außerhalb der Visiten oder in Phasen mit geringer Belegung. Für Sie gibt es einen festen Ansprechpartner, der den Überblick behält.

  • Bohrungen mit Staubabsaugung, bei Bedarf mit Staubschutzwand
  • Ihre Hygieneauflagen für Baumaßnahmen gelten auch für unsere Monteure
  • Leitungsdurchführungen durch Wände und Decken mit zugelassenen Brandschutz-Abschottungen
  • Flucht- und Rettungswege bleiben jederzeit frei
  • Dokumentation für Ihre technische Akte und das Inbetriebnahmeprotokoll

Wie bleibt die Kühlung zuverlässig?

Für eine Klinik zählt vor allem, dass die Technik läuft. Drei Bausteine sorgen dafür.

Wartung

Feste Intervalle, Protokolle und eine Reaktionszeit, die wir mit Ihnen im Wartungsvertrag vereinbaren. Störungen melden Sie über unseren Service.

F-Gase

Ab 5 Tonnen CO₂-Äquivalent verlangt die F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 Dichtheitskontrollen und Aufzeichnungen. Das betrifft oft größere VRF-Anlagen. Wir führen das Logbuch.

Redundanz

Für Server- und Technikräume planen wir zwei Geräte, die sich abwechseln und gegenseitig absichern. Fällt eines aus, übernimmt das andere.

Wie beschaffen Kliniken Klimatechnik bei uns?

Viele Kliniken in Bayern haben kommunale, kirchliche oder freigemeinnützige Träger. Dann läuft die Beauftragung oft über eine Ausschreibung oder eine Preisanfrage nach den Regeln Ihres Hauses. Wir geben Angebote auf Leistungsverzeichnisse ab und liefern die Nachweise, die Ihr Einkauf braucht.

Für private Kliniken erstellen wir nach der Begehung ein Festpreis-Angebot mit Nettopreisen. Auf Wunsch teilen wir es nach Stationen oder Haushaltsjahren auf. Sie erhalten eine ordentliche Rechnung, das Zahlungsziel vereinbaren wir mit Ihnen.

Ein Hinweis aus der Vergabepraxis: Wenn wir Sie vor einer Ausschreibung beraten, klären Sie bitte mit Ihrer Vergabestelle, ob wir danach noch mitbieten dürfen. So bleibt das Verfahren sauber.

Ob für Ihr Vorhaben ein Förderprogramm in Frage kommt, prüfen wir mit Ihnen vor der Bestellung. Für angrenzende Bereiche lesen Sie auch unsere Seiten zu Arztpraxen, Pflegeheimen und Büros.

Häufige Fragen von Kliniken

Dürfen Split-Klimaanlagen in Patientenzimmern eingesetzt werden?

Auf Normalstationen ist das oft möglich, wenn für den Raum keine raumlufttechnische Anlage vorgeschrieben ist. Die Entscheidung trifft Ihr Haus gemeinsam mit der Krankenhaushygiene. Wir liefern dafür Datenblätter, Angaben zu den Filtern und ein Reinigungskonzept.

Planen Sie auch OP-Lüftung oder Reinräume?

Nicht selbst. Lüftungsanlagen nach DIN 1946-4 planen Fachplaner, gebaut werden sie von Lüftungsanlagenbauern mit Klinikreferenzen, und abgenommen werden sie von einem unabhängigen Prüfinstitut. Wir liefern dafür die Kälte, zum Beispiel Kaltwassersatz und Rückkühlung, und kühlen die Nebenräume. Auf Wunsch bringen wir passende Partner mit.

Können Sie Klimageräte an unsere Gebäudeleittechnik anbinden?

Viele Hersteller bieten Schnittstellen an, zum Beispiel für Modbus, BACnet oder KNX, oft über Zusatzmodule. Welche Lösung zu Ihrer Leittechnik passt, klären wir in der Planung mit Ihrer Betriebstechnik.

Welche Pflichten gelten für das Kältemittel?

Größere Multisplit- und VRF-Anlagen enthalten oft so viel Kältemittel, dass nach der F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 regelmäßige Dichtheitskontrollen und Aufzeichnungen Pflicht sind. Die Grenze liegt bei 5 Tonnen CO₂-Äquivalent. Wir sagen Ihnen für jede Anlage, was gilt, und übernehmen Prüfung und Logbuch.

Arbeiten Sie auch nachts oder am Wochenende?

Nach Absprache ist das möglich, wenn Ihr Betrieb es erfordert. Mögliche Zuschläge stehen dann offen im Angebot.

Geben Sie Angebote auf öffentliche Ausschreibungen ab?

Ja. Schicken Sie uns das Leistungsverzeichnis oder nennen Sie uns die Vergabeplattform. Auch auf Preisanfragen kleinerer Maßnahmen antworten wir gern.

Lassen Sie uns Ihre Stationen ansehen.

Schicken Sie uns die Eckdaten. Wir melden uns am selben Werktag, sehen uns die Bereiche bei einer unverbindlichen Begehung an und sagen Ihnen ehrlich, was wir übernehmen.