Klimaanlage für Pflegeheime und Altenheime in Bayern
Hitzewellen belasten Ihre Bewohner am stärksten und Ihr Team gleich mit. Wir planen leise Klimatisierung für Bewohnerzimmer, Gemeinschaftsräume und Dienstzimmer. Montiert wird Zimmer für Zimmer, während Ihr Haus ganz normal weiterläuft.
Warum Hitze im Pflegeheim mehr ist als ein Komfortthema
Ältere und pflegebedürftige Menschen gehören bei Hitze zu den besonders gefährdeten Gruppen. Viele spüren Durst schwächer, der Körper kühlt sich schlechter ab, und manche Medikamente verstärken die Belastung. Darauf weisen Bundesgesundheitsministerium und Gesundheitsbehörden jeden Sommer hin.
Das eigentliche Problem sind oft die Nächte. Zimmer unter dem Dach oder nach Süden kühlen nach mehreren heißen Tagen kaum noch ab. Lüften hilft dann wenig, weil auch die Außenluft warm bleibt.
Gleichzeitig arbeitet Ihr Team körperlich schwer, im Schichtdienst und oft mit Schutzkleidung. Hitze macht diese Arbeit härter. Eine gut geplante Klimatisierung entlastet beide Seiten.

Welche Regeln gelten für Hitzeschutz in der Pflege?
Eine feste Höchsttemperatur für Bewohnerzimmer gibt es in Deutschland nicht. Es gibt aber klare Empfehlungen für Einrichtungen und für Ihre Beschäftigten eine verbindliche Arbeitsschutzregel.
Hitzeschutzplan des Bundesgesundheitsministeriums
Das Bundesgesundheitsministerium hat 2023 einen Hitzeschutzplan vorgestellt, Pflegeeinrichtungen sind darin ein Schwerpunkt. Er empfiehlt unter anderem eigene Hitzeschutzpläne mit klaren Abläufen bei Hitzewarnungen. Ein häufiger Baustein solcher Pläne sind kühle Räume, in denen sich Bewohner tagsüber erholen können. Das sind Empfehlungen, keine Pflicht zu bestimmten Raumtemperaturen.
ASR A3.5 für Ihr Team
Für Beschäftigte gilt die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5. Liegt die Außentemperatur über 26 °C und steigt die Raumtemperatur ebenfalls darüber, sollen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden. Über 30 °C muss der Arbeitgeber wirksame Maßnahmen nach seiner Gefährdungsbeurteilung umsetzen. Über 35 °C ist ein Raum ohne besondere Schutzmaßnahmen nicht als Arbeitsraum geeignet.
Kältemittel und Brandschutz
In Wohnbereichen zählt Sicherheit doppelt. Das natürliche Kältemittel R290 hat ein Treibhauspotenzial nahe null (R32: rund 675), ist aber brennbar. Deshalb prüfen wir für jedes Zimmer, ob Raumgröße und Füllmenge zu den Vorgaben der Gerätenorm passen. Wo Leitungen durch Brandwände oder Decken laufen, werden sie mit zugelassenen Abschottungen verschlossen und dokumentiert.
Eine Klimaanlage ersetzt keinen Hitzeschutzplan. Sie ist ein Baustein neben Verschattung, Trinkplan und aufmerksamer Beobachtung. Mehr dazu im Ratgeber Hitzeschutz im Pflegeheim.
Welche Räume zuerst? Unsere Empfehlung für die Reihenfolge
Selten wird ein ganzes Haus auf einmal klimatisiert. Mit dieser Reihenfolge hilft schon der erste Bauabschnitt spürbar.
1. Ein kühler Gemeinschaftsraum
Ein klimatisierter Aufenthalts- oder Speiseraum dient an heißen Tagen vielen Bewohnern gleichzeitig als Erholungsort. Hier passt oft eine Deckenkassette, die die Luft gleichmäßig verteilt.
2. Zimmer unter dem Dach und nach Süden
Hier wird es nachts am wärmsten. Ein leises Wandgerät pro Zimmer oder eine Multisplit-Anlage für mehrere Zimmer bringt die größte Entlastung.
3. Dienstzimmer und Medikamentenraum
Viele Arzneimittel sollen nicht über 25 °C gelagert werden. Ein kühler Medikamentenraum schützt die Vorräte, und im Dienstzimmer arbeitet Ihr Team konzentrierter.
Weitere Wohnbereiche folgen in den nächsten Abschnitten. So verteilen Sie die Investition, und jede neue Anlage passt technisch zur vorherigen.
Wie läuft die Montage, wenn das Haus bewohnt ist?
Ihre Bewohner bleiben, wo sie sind. Wir richten den Ablauf nach Ihrem Tagesrhythmus aus.
Begehung mit Haustechnik und Pflegedienstleitung
Wir sehen uns Zimmer, Leitungswege, Fassade und Stromversorgung an. Dabei klären wir, welche Zeiten tabu sind, etwa Mahlzeiten und Mittagsruhe.
Plan nach Wohnbereichen
Sie bekommen einen Ablaufplan, welches Zimmer wann an der Reihe ist. So kann die Pflege Bewohner rechtzeitig informieren und begleiten.
Montage Zimmer für Zimmer
Ein Wandgerät ist in der Regel an einem Arbeitstag montiert. Wir bohren mit Staubabsaugung, Flure und Fluchtwege bleiben frei.
Übergabe und Einweisung
Ihr Team lernt die Bedienung. Sie erhalten Inbetriebnahmeprotokoll, Dichtheitsprüfung und alle Unterlagen für Ihre Dokumentation.
Welche Geräte eignen sich für Bewohnerzimmer?
Leise, sicher und einfach zu bedienen. Mehr muss ein Gerät im Pflegezimmer nicht können, aber das richtig.
Die meisten Split-Geräte können im Frühjahr und Herbst auch heizen. Das hilft in der Übergangszeit, ohne die Zentralheizung hochzufahren. Welche Wandgeräte wir führen, sehen Sie unter Klimaanlagen.
- Leise Wandgeräte mit Nachtmodus. Die Luft wird so gelenkt, dass sie nicht direkt auf das Bett bläst.
- Multisplit-Anlagen, wenn ein Außengerät mehrere Zimmer versorgen soll. Das spart Platz an der Fassade.
- Deckenkassetten für Gemeinschafts- und Speiseräume. Sie verteilen die Luft in mehrere Richtungen.
- Zentrale Steuerung, damit Ihr Team die Sollwerte vorgibt und niemand versehentlich auf 16 °C stellt.
- VRF-Systeme für ganze Wohnbereiche oder Neubauten, auf Anfrage mit Fachplanung.
Was Heimleitung, Träger und Haustechnik von uns bekommen
In einem Pflegeheim entscheiden mehrere Menschen mit. Jeder braucht etwas anderes von uns.
Heimleitung und Pflegedienstleitung
Ein fester Ansprechpartner, ein abgestimmter Zeitplan für jeden Wohnbereich und eine kurze Einweisung für das Team. Bewohner und Angehörige können Sie rechtzeitig informieren.
Träger und Geschäftsführung
Ein schriftliches Festpreis-Angebot mit Nettopreisen, aufgeteilt nach Bauabschnitten. Förderprogramme prüfen wir mit Ihnen, bevor Sie den Auftrag erteilen, denn bei vielen Programmen muss der Antrag vorher gestellt sein.
Haustechnik
Vollständige Unterlagen, Wartungsvertrag mit festen Intervallen und eine Reaktionszeit, die im Vertrag steht. Größere Anlagen ab 5 Tonnen CO₂-Äquivalent erhalten Dichtheitskontrollen und Logbuch nach F-Gase-Verordnung. Störungen laufen über unseren Service.
Häufige Fragen zur Klimaanlage im Pflegeheim
Ist eine Klimaanlage im Pflegeheim Pflicht?
Eine feste Höchsttemperatur für Bewohnerzimmer schreibt kein Gesetz vor. Der Hitzeschutzplan des Bundesgesundheitsministeriums empfiehlt aber, Bewohner gezielt vor Hitze zu schützen, etwa mit kühlen Aufenthaltsräumen. Für Ihr Personal gelten zusätzlich die Temperaturstufen der ASR A3.5.
Ist kalte Luft nicht gefährlich für ältere Menschen?
Entscheidend ist die Einstellung. Wir empfehlen, nur einige Grad unter die Außentemperatur zu kühlen und den Luftstrom nicht auf Bett oder Sessel zu richten. Über eine zentrale Steuerung legt Ihr Team sinnvolle Grenzen fest.
Wie laut sind die Geräte im Bewohnerzimmer?
Moderne Wandgeräte haben einen Nacht- oder Flüstermodus und sind dann kaum zu hören. Die genauen Schallwerte stehen im Datenblatt. Das Außengerät stellen wir so auf, dass die Grenzwerte der TA Lärm eingehalten werden.
Wie hygienisch ist eine Split-Klimaanlage?
Hygienisch bleibt sie, wenn Filter, Wärmetauscher und Kondensatablauf regelmäßig gereinigt werden. Den Rahmen gibt die Richtlinienreihe VDI 6022 vor. Die Intervalle legen wir im Wartungsvertrag fest und dokumentieren jeden Termin.
Können wir in mehreren Bauabschnitten klimatisieren?
Ja, das ist sogar üblich. Wir planen das ganze Haus einmal vor und bauen dann Abschnitt für Abschnitt. So passen alle Anlagen zusammen und Sie verteilen die Kosten auf mehrere Haushaltsjahre.
Wie schnell sind Sie bei einer Störung da?
Die Reaktionszeit vereinbaren wir verbindlich im Wartungsvertrag, passend zu Ihrem Haus. Störungen melden Sie jederzeit über unseren Service.
Planen Sie den nächsten Sommer jetzt.
Senden Sie uns die Eckdaten Ihres Hauses. Wir melden uns am selben Werktag und vereinbaren eine unverbindliche Begehung, in ganz Bayern.