So rechnet der Rechner
Strom (kWh) = Leistung (kW) ÷ SEER × Betriebsstunden. Die Betriebsstunden sind Stunden pro Tag × Tage pro Jahr. Beim Heizen gilt dasselbe mit dem SCOP statt dem SEER. Die Kosten sind Strom in kWh × Strompreis. Für den Monat teilen wir den Jahresbetrag durch 12. Das ist dieselbe Rechnung wie beim EU-Energielabel (Nennleistung × 350 h ÷ SEER), nur mit Ihren eigenen Stunden.
Beispiel mit den vorbelegten Werten: 2,5 kW ÷ 6,5 × (6 h × 60 Tage) = 138 kWh. 138 kWh × 37,0 ct = 51,23 € im Jahr.
Wie viele Stunden im Jahr?
Wie viele Tage Sie kühlen, hängt von Lage und Dach ab. Heiße Tage ab 30 °C gab es in Bayern von 1971 bis 2000 im Schnitt nur 3,8 pro Jahr, heute gut doppelt so viele, in der Mainregion weit mehr als in den Alpen. In Nürnberg waren es von 1991 bis 2020 im Schnitt 13,8. Gekühlt wird aber auch an warmen Tagen darunter. Wer an 50 bis 60 Tagen je 6 Stunden kühlt, liegt nah an den 350 Stunden, mit denen auch das EU-Energielabel rechnet.
Das ist ein Richtwert. Die Rechnung nimmt an, dass das Gerät in den eingegebenen Stunden seine volle Nennleistung bringt. Eine Inverter-Klimaanlage läuft aber oft mit weniger Leistung, sobald der Raum kühl ist. Der echte Verbrauch liegt dann meist darunter. Vorbelegt ist ein Strompreis von 37,0 ct/kWh (BDEW-Durchschnitt 2026, Stand Oktober 2026). Ihr Tarif steht auf Ihrer Stromrechnung.
Quellen Hitzetage: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Pressemitteilung 28/25 · Stadt Nürnberg, Klimaveränderungen.